wegeundpunkte.de

GPS-Wissen: Routen

Track vs. Route (Unterschiede)

in Bearbeitung 12/2024

Track bedeutet Spur und entsteht durch die Aufzeichnung einer Tour. Wie bei einer Brotkrümelspur erfasst das Outdoor-GPS-Gerät (oder Smartphone, Smartwatch) in bestimmten Abständen - zeitlich oder entfernungsbasiert - die Koordinaten deiner Position. Durch die Bewegung entsteht eine Poly-Linie, die den genauen Verlauf der Tour nachbildet.

Ursprünglich wurden Routen zur Tourenplanung sowie zur anschließenden Navigation genutzt. Sie bestehen aus einer Folge von Wegpunkten, diese markieren die wichtigsten Punkte einer Tour, etwa Abzweigungen, Hütten oder Sehenswürdigkeiten.

Mittlerweile werden auch Tracks verstärkt zur Tourenplanung eingesetzt bzw. können aus PC-Kartensoftware (wie BaseCamp oder Quo Vadis) oder Online-Planungstools (wie Komoot) exportiert werden.

Route vs. Track
Route als Folge von Wegpunkten, wirklich gelaufene Strecke (Track) im Vergleich
Route vs. Track
Track oben, Route unten

Erklärvideo-Animationen zu Tracks und Routen

Unterschiede Track/Route

Offroad Routen (Punkt zu Punkt)

Track Zielführung

Navigation anhand einer Route auf dem Oregon 600
Bei der (automatisch berechneten) Routen-Navigation hat man zusätzlich dicke weiße Richtungs- bzw. Abbiegepfeile.
Track-Navigation auf dem Oregon 600
Die Track-Navigation auf Garmin-Outdoor-Geräten wie dem Oregon 700/600 erfolgt unabhängig von Wegen auf der Karte und somit auch ohne weiße Richtungspfeile.

Fakten zu Routen und Tracks

  • Die Koordinaten innerhalb eines Tracks erscheinen nicht auf dem Display oder nur als kleine Punkte in der Spur.
  • Routenpunkte werden auch als Wegpunkte dargestellt. Zu viele Routenpunkte überfüllen das Display.
  • Fast alle Tourendownloads im Netz sind Tracks.
  • Die meisten Tracks enthalten Höhendaten zu jedem Punkt und somit ein Höhenprofil.
  • Aufgezeichnete Tracks enthalten zu jeder Koordinate Zeitangaben, die in Kombination mit der Entfernung zur Ermittlung der Geschwindigkeit für die Trainingsanalyse genutzt werden können.
  • Routen können als Offroad-Luftlinienroute oder als berechnete Route navigiert werden.
  • Tracks werden von einigen Navis (z. B. Edge-Radcomputern) in navigierfähige Strecken umgewandelt.
  • Mit GPS-Software wie BaseCamp oder RouteConverter lassen sich Routen in Tracks umwandeln und umgekehrt.
  • Routen (<rte>) sowie Tracks (<trk>) können im GPX-Format gespeichert werden. Nur im Quelltext oder in einer Kartensoftware ist erkennbar, worum es sich handelt.
  • Die klassische Trennung zwischen Routen und Tracks stammt aus der Garmin-Welt der ersten Handgeräte anfang 2000er.
  • Bei Routenpunkten unterscheidet man zwischen Via- und Shaping-Points. Via-Punkte müssen unbedingt erreicht werden (z. B. bei wichtigen Abzweigungen oder Tor-Situationen), zudem kann ein Navi- oder Annäherungshinweis erscheinen. Shaping-Punkte dienen eher dazu, die Tour abzubilden bzw. den Verlauf anzuzeigen.
  • Die Anzahl der zu speichernden Routen oder Tracks sowie die Zahl der jeweils enthaltenen Punkte sind begrenzt und je nach Gerät unterschiedlich. Bei einer berechneten Route sind schon 50 Punkte das Maximum!
  • Es gibt nur wenige GPX-Apps, die mit einer Punkt-zu-Punkt-Route umgehen können wie ein Garmin-Outdoor-Navi (z. B. Locus Map). Die meisten Apps zeigen eine Route wie einen Track an, d. h. die Luftlinie zwischen den Punkten wird als tatsächlicher Verlauf interpretiert. Leider verhalten sich auch die Garmin-Smartwatches so.

weitere Artikel zum Thema Touren