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Garmin Outdoor Handgeräte

GPSMAP H1/H1i Plus
GPSMAP H1/H1i Plus

Neue Garmins: GPSMAP H1/H1i Plus – Hybrid und Nachfolger von GPSMAP 67 sowie Oregon 700?

[09.09.2025]

Garmin hat den GPSMAP H1 und H1i Plus offiziell als Nachfolger des GPSMAP 67(i) vorgestellt. Die Premium-Geräte richten sich an ambitionierte Outdoorer (vor allem Wanderer und Bergsportler), die hohe Präzision, robuste Hardware und eine lange Akkulaufzeit (bis zu 145 Stunden) erwarten.
Die einzige echte Neuerung ist das überarbeitete Bedienkonzept: Ein 3,5-Zoll-Touchdisplay wird mit klassischen GPSMAP-Tasten ergänzt!
Viele Garmin-treue Anwender hätten sich jedoch einen Oregon-700-Nachfolger gewünscht.

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Update 10/2025: Garmin legt nach und bringt mit dem eTrex Touch endlich ein neues, kleines Touchscreen-Handgerät für Outdoor-Aktivitäten heraus. Die Software scheint ähnlich dem H1 zu arbeiten.

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Ob das neue Tasten-Touchscreen-Hybridgerät dieses Klientel anspricht, bleibt fraglich – ich bezweifle es. Ebenso fraglich ist, ob traditionsbewusste Nutzer der GPSMAP-62/64/65-Reihe umsteigen werden. Albernheiten wie Sprachsteuerung („Take photo“) oder zwei Kameras (für Selfies) hätte sich Garmin sparen können.

Die integrierte InReach-Plus-Technologie beim H1i Plus ermöglicht weltweite Kommunikation jenseits des Mobilfunknetzes. Neben Text- und Sprachnachrichten sowie Positions-Tracking über die Explore-Website können Nutzer im Notfall ein interaktives SOS an die rund um die Uhr besetzte Notrufzentrale Garmin Response absetzen. Voraussetzung ist ein InReach-Abo von Garmin (ab 10 EUR monatlich).

Das neue GPSMAP H1 ist schwerer, kantiger und teurer (600 bzw. 1000 EUR) als sein Vorgänger. Auffällig ist (zumindest beim kurzen Anlesen der Bedienungsanleitung), dass Garmin komplett auf Punkt-zu-Punkt-Routen verzichtet. Diese bedenkliche Entwicklung (alles sind jetzt Strecken) hatte sich bereits beim eTrex SE angedeutet. Daher wird es für Nutzer von lokal installierter PC-Kartensoftware immer schwieriger, neuere Garmins (wie gewohnt) zu verwenden. BaseCamp ist für diese Geräte nicht mehr zu empfehlen, und der schwache Online-Planer 'Garmin-Explore' ist keine Alternative. Bleibt die gut funktionierende Kombination Garmin–Komoot, die allerdings nur noch für Komoot-Premium-Abonnenten verfügbar ist und zudem ausschließlich online funktioniert.
[Update 10/2025: Dies ist wohl auch für Komoot-Einmalzahler wieder möglich. Demnach ist die Komoot-Synchronisation bzw. die Nutzung als Streckenplaner auf jeden Fall vorzuziehen. Schwierig wird es allerdings bei Planungen in Gebieten mit komplett fehlender Netzabdeckung.]
Noch etwas: das Radhalterungssystem wurde geändert. Alles Weitere wird sich zeigen – kaufen werde ich das Gerät ganz sicher nicht, zumindest nicht zu diesem Preis.
(Quelle: u.a. Garmin.com)


Abmessungen von Gehäuse und Display der neuen Garmin-Modelle im Vergleich zu älteren Geräten. Der GPSMAP 66/67 war mir bereits zu klobig, wohingegen mir die GPSMAP 64/65 als Handschmeichler deutlich besser gefallen haben.