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Dateiformate

GPS Dateiformate

GPS- und GIS-Dateiformate

aktual. 01/2025

GPS- und GIS-Dateiformate dienen der Speicherung, Verarbeitung, Visualisierung und dem Austausch geografischer Daten. Sie werden verwendet, um Positionen, Linien, Flächen und andere raumbezogene Informationen zu erfassen. Im Gegensatz zu Rasterkartenformaten wie GeoTIFF konzentrieren sich diese Formate auf die Speicherung von Daten unabhängig von Karten, wie zum Beispiel Koordinaten, Höhen, Zeitangaben und Sensordaten.

gpx

Offene GPS-Formate

Offene Formate wie die auf XML basierenden GPX und KML sind frei verfügbar, standardisiert und plattformunabhängig. Diese Textdateien eignen sich ideal für den Austausch geografischer Daten zwischen verschiedenen Apps, Kartensoftware und GPS-Geräten. Sie ermöglichen die Speicherung und Weitergabe von Wegpunkten, Routen und anderen geografischen Informationen in einem klar strukturierten und leicht lesbaren Format.

.gpx - GPS Exchange Format

Es gibt kein einheitliches Dateiformat zur Speicherung und zum Austausch von GPS-Daten. Ein Weg dorthin ist das GPX-Format, das von fast allen Anwendungen und Geräten unterstützt wird. GPX eignet sich, da es auf XML basiert, sehr gut für den Import/Export sowie die Bearbeitung und Visualisierung der GPS-Informationen. GPS-Kartensoftware (wie BaseCamp oder QMapShack) verarbeiten GPX-Dateien genauso wie die GPS-Apps 'Locus Map' oder 'OsmAnd'. Es können in einer Datei mehrere Wegpunkte, Routen und Tracks gespeichert werden. Darüber hinaus ermöglicht GPX auch den Austausch von GPS-Daten zwischen verschiedenen GPS-Geräten und Anwendungen und kann sogar als GIS-Layer in Software wie QGIS genutzt werden.

Details zum GPX-Format

.kml - Keyhole Markup Language

KML ist ein auf XML basierendes Austauschformat, das ursprünglich für die Software 'Google Earth' entwickelt wurde. Es ermöglicht nicht nur das Definieren und Archivieren von Punkten, Linien und Polygonen, sondern auch das Festlegen von Betrachtungswinkeln und das Hinzufügen von Beschreibungen. KML hat sich jedoch – zusammen mit GPX – zu einem universellen Format entwickelt, das von nahezu jeder GPS-Software oder App für den Import und Export von Dateien unterstützt wird.

.csv - Comma-Separated Values

CSV ist eine einfache Textdatei, die aus Zeilen und Trennelementen wie Komma oder Semikolon eine Tabelle bildet. Sie kann mit Programmen wie LibreOffice Calc, Excel oder Google Tabellen geöffnet werden. Bei geographischen CSV-Daten werden die Koordinaten, Namen usw. in einer tabellarischen Form exportiert. Dieses Format findet weniger Anwendung in Kartensoftware oder Navigationsgeräten, sondern wird eher genutzt, um beispielsweise umfangreiche Wegpunktlisten auszutauschen und zu bearbeiten. Apps wie Locus Map sowie Kartensoftware wie Quo Vadis oder BaseCamp unterstützen den Export von Daten im CSV-Format.

Garmin FIT-Format

Garmin-Trainingsformate

FIT und TCX sind proprietäre Formate von Garmin, die speziell für die Speicherung und den Austausch von Trainings- und Fitnessdaten entwickelt wurden.

.fit - Flexible and Interoperable Data Transfer

FIT ist (ähnlich wie TCX) ein Garmin-eigenes Dateiformat zur Aufzeichnung und zum Datenaustausch von GPS- und Fitnessdaten. Es handelt sich um ein binäres Format, das im Vergleich zu TCX eine höhere Datenkompression bietet und effizienter für die Speicherung großer Datenmengen ist. Neben der Strecke bzw. dem Track können über ANT+-Sensoren auch Herzfrequenz, Trittfrequenz, Geschwindigkeit und andere Fitnessmetriken aufgezeichnet, analysiert und archiviert werden. Sportwatches wie die Fenix sowie die Edge-Radcomputer speichern nicht nur alle Trainingsaufzeichnungen im FIT-Format (Ordner Garmin/Activities) sondern auch Strecken (Courses) und Wegpunkte (Locations). Während ältere der Outdoor-Handgeräte (Oregon 600, Dakota) alle Aufzeichnungen als GPX speicherten, setzen neuere Modelle (GPSmap 66/67, Oregon 700) parallel auf FIT sowie GPX, bzw. man kann zwischen GPX, FIT und GPX/FIT wählen. 'Garmin Basecamp' importiert das Format, meist werden die Aktivitäten allerdings mit 'Garmin Connect' synchronisiert, einer Online-Plattform, die eine umfassende Trainingsanalyse ermöglicht. Die Garmin Connect Website bietet übrigens die Möglichkeit (Einstellungen-Zahnrad r.o.) FIT, TCX oder GPX zu exportieren.
Als 'FIT > GPX Konverter' nutzt du demnach am besten Basecamp, auch der 'Routeconverter' konnte eine Fenix-FIT-Aktivität öffnen. Die Garmin Connect Website bietet übrigens die Möglichkeit (Einstellungen-Zahnrad r. o.), FIT, TCX oder GPX zu exportieren. Die Locus Map-Android-App ermöglicht den Import sowie Export von FIT- oder TCX-Daten. Auch Komoot kann FIT oder TCX importieren.

.tcx - Training Center XML

TCX ist ein Garmin-Dateiformat, das wie GPX auf XML basiert. Neben Koordinaten, Höhen und Zeitinformationen speichert TCX auch Trainingsdaten wie Herzfrequenz und Kadenz. TCX-Dateien wurden vor allem von älteren Garmin-Geräten der Edge- und Forerunner-Reihe genutzt und konnten über das mittlerweile eingestellte Garmin Training Center empfangen, gesendet und analysiert werden. Das Format könnte als veraltet betrachtet werden, wird jedoch weiterhin von Plattformen wie Garmin Connect und Strava für den Import unterstützt. Auch Konverter können die XML-Textdaten problemlos verarbeiten.

Garmin GDB-Format

veraltete GPS-Formate

.gdb - Garmin Datenbankversion

MapSource (.MPS) sowie die Garmin-Datenbankformate GDB 2 und 3 waren die ursprünglichen proprietären Binär-Formate von Garmin. Diese Formate ermöglichten es, Wegpunkte, Routen und Tracks mit der MapSource-Kartensoftware zu bearbeiten und zu speichern. Die Nachfolgesoftware Garmin Basecamp verwendet hingegen eine interne Datenbank, wodurch ein separates Speichern der Daten nicht mehr erforderlich ist. Während Basecamp die Formate GDB 2 und GDB 3 weiterhin unterstützt, ist das ältere MPS-Format nicht kompatibel. Der 'RouteConverter' hingegen kann alle drei Formate importieren und demnach auch umwandeln!

.ovl - Overlay

Um Touren auf digitalen Karten der TOP50-Serie der deutschen Landesvermessungsämter anzuzeigen, mussten die Daten im sogenannten Overlay-Format (*.ovl) vorliegen. OVL-Dateien konnten entweder im Binär- oder ASCII-Format gespeichert werden, wobei letzteres eine Konvertierung erleichterte. Sie enthielten Punkte, Linien und Flächen, die direkt auf den Karten dargestellt wurden. Für den Datenaustausch zwischen TOP50 und GPS-Geräten wurden Anfang der 2000er Jahre Konvertierungsprogramme wie GPSTrans verwendet. Anmerkung 01/2025: Das OVL-Format ist heute vollständig veraltet und wird von modernen Geräten und Software kaum noch unterstützt. 'TOP 50 OVL ASCII' können mit der Software RouteConverter (Win, Linux, Mac) geöffnet und in gängige Formate umgewandelt werden.

.ikt - MagicMaps Projekte

Der beliebte, aber 2019 eingestellte 'MagicMaps Tour Explorer' speicherte seine Planungen im IKT-Format, einer proprietären, aber einfach umzuwandelnden, XML-basierten Datei.

.trk - Fugawi Trackfile

TRK ist ein Dateiformat der ehemals mächtigen, aber 2019 eingestellten Kartensoftware 'Fugawi Global Navigator'. Wegpunkte und Routen wurden in separaten Formaten .wpt für Wegpunkte und .rte für Routen gespeichert. Nicht alle Dateien mit der Endung .trk sind zwangsläufig Fugawi-Track-Dateien.

GeoJSON

GIS (Geographische Informationssysteme) Formate

GIS-Formate sind speziell entwickelte Dateiformate zur Erstellung, Speicherung, Analyse und zum Austausch geografischer Daten. Sie erfassen strukturierte und georeferenzierte Informationen zu Punkten, Linien, Flächen und deren Attributen. Koordinaten werden dabei mit Eigenschaften wie Art, Zustand und weiteren Merkmalen verknüpft, z.B. bei der Erfassung von Pflanzenstandorten. Während herkömmliche Kartensoftware solche Daten ebenfalls erfassen kann, ist die Nutzung einer App wie QField vor Ort wesentlich effektiver. Professionelle GIS-Software wie QGIS arbeitet vor allem mit Formaten wie Shapefile oder GeoPackage. GeoJSON wird dagegen häufig im Web verwendet, etwa zur Visualisierung und Bearbeitung von Wegpunkten oder Tracks.

Shapefile

Shape ist ein verbreitetes Dateiformat für geografische Informationssysteme (GIS), das Vektordaten wie Punkte, Linien und Flächen speichert. Ursprünglich von ESRI entwickelt, wird es von nahezu allen GIS-Anwendungen unterstützt und dient häufig als Grundlage für Karten. Das Format findet auch in der Heimatforschung Anwendung, etwa bei historischen Verwaltungsgebieten, die das Bundesamt für Kartographie und Geodäsie als Shapefiles zum Download bereitstellt. Flur- und Gewannegrenzen werden ebenfalls oft primär in diesem Format angeboten.

GeoPackage (.gpkg)

GeoPackage ist ein offenes, plattformübergreifendes Dateiformat, das vom Open Geospatial Consortium (OGC) entwickelt wurde. Es bietet eine modernere, flexiblere und effizientere Lösung zur Speicherung geografischer Daten und wird in ähnlichen Anwendungsbereichen wie das Shapefile-Format eingesetzt.

GeoJSON

GeoJSON ist ein offenes Format zur Darstellung geografischer Daten, das die 'JavaScript Object Notation' (JSON) verwendet. Letztendlich eher etwas für Programmierer aber gut zu wissen, dass die gängigen Konvertierer die Umwandlung z.B. von Wegpunktlisten in GeoJSON problemlos beherrschen.