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Garmin Edge Explore

Garmin Edge Explore

Der Edge Explore richtet sich primär an Touren- und Freizeitradler. Funktional und auch preislich präsentiert sich der kleine etwas abgespeckt. So sucht man einen MicroSD Steckplatz oder Benutzerprofile vergeblich, dafür ist eine auf OpenSteeetMap basierende Europe Cycle Map vorinstalliert. Bei den zahlreichen Garmin Edge-Modellen fällt es nicht einfach den Durchblick zu bewahren, also nicht verwechseln mit dem Edge Explore 1000 oder gar mit dem seltsamen Edge Touring. Der 'Garmin Edge Explore' eignet sich primär dazu um Tracks aus dem Internet bzw. selbst geplante Routen nachzufahren oder um von A nach B zu gelangen. Demnach dürfte der navigierfähige Radcomputer vor allem Tourenradler, aber auch Rennradfahrer und Mountainbiker ansprechen.

Markteinführung: Q3 2018 - aktuelles Modell
Preis: ca. 210,- Euro (ca. Neupreis)
Gewicht: 116 g
Abmessungen: 5.5 x 10.5 x 2.2 cm (BxHxT)
Display: 3.9 x 6.5 cm, 240 x 400 Pixel (BxH)

Betriebsdauer: ca. 12 h (Herstellerangabe)

Edge Explore kaufen

Dieses GPS-Gerät kannst du mieten
(Kostenlose Beratung unter Tel. 06337 2099151)

Speicher und Funktionen

Interner Speicher: 8000 MB
MicroSD Slot
Elektronischer Kompass
Barometrischer Höhenmesser
Kamera
Drahtlose Datenübertragung
Benutzerprofile

Wegpunkte: 200

GPX direkt aufs Gerät kopierbar
automatisches Routing
papierlos Geocaching

Eignung und Bewertung

Bedienbarkeit/Handling
Menüführung
Die Menüführung ist einfach gehalten, nach dem Einschalten zeigt sich das Hauptmenü aufgeräumt mit 3 runden Touch-Buttons: Los, Zieleingabe und Strecken. Zudem führt ein Icon zu den Einstellungen und ein weiteres (aus meiner Sicht zu prominent) in den IQ-Bereich. Durch Wischen von der Oberseite nach unten, gelangt man zu einem weiteren Menü mit Sensoren oder Benachrichtigungen. Auch das für den Freizeitradler wichtige 'Wegpunkt markieren' versteckt sich hier unter 'GPS > Position speichern'. Hat man die Tour gestartet, werden durch seitliches Wischen die Seiten gewechselt (Karte, Datenfelder/Radcomputer, Höhenprofil).

Die Start- und Lap-Hardwaretasten sind an die Unterseite gewandert, hier frage ich mich: wozu braucht ein Freizeitradler eine Rundentaste? An solchen Details merkt man, dass die Edge-Serie ursprünglich als GPS-Trainingscomputer für Rennradfahrer konzipiert war.

Display Größe
Ablesbarkeit
Der Explore wiegt nur 15 g mehr als eine Tafel Schokolade und wird mit der bewährten Edge-Fahrradhalterung geliefert. Das Display ist im direkten Sonnenlicht gut ablesbar, auf einen Helligkeitssensor, der die Displaybeleuchtung automatisch an die Lichtverhältnisse anpasst, wurde aus Kostengründen verzichtet. Vor 10 Jahren hätte sich wohl niemand über ein 3-Zoll Display beschwert, man sollte allerdings bedenken, dass sogar die Gewohnheit an ein 5-6 Zoll Smartphone einem die Ablesbarkeit erschweren kann.

GPS-Empfang/Genauigkeit
An der GPS-Empfangsqualität (ausschließlich US NAVSTAR GPS) gab es bisher nichts auszusetzen, im Gegenteil: die Position wurde erstaunlich schnell ermittelt. Sehr Schade ist hingegen, dass auf eine Satellitenseite verzichtet wurde, d.h. man hat lediglich die Info 'GPS bereit'.

Handlichkeit (Größe/Form/Gewicht):
Outdoor-Tauglichkeit (Robustheit)
Verarbeitung
Das Plastik-Gehäuse wirkt weniger hochwertig als bei den Top-Modellen, ist aber solide und kommt ohne Schrauben aus. Letzteres heißt aber auch, dass der Akku fest verbaut und nicht austauschbar ist! Die angegebene Akkulaufzeit von 12 h wird man in der Praxis, vor allem bei voller Beleuchtung, gekoppelten Sensoren, Streckenaufzeichnung oder Routenberechnung, nicht erreichen. Die Hälfte, also 6 h, ist ein realistischer Wert.

Funktionsumfang
Speicher
Auf Radsport-Trainingsfunktionen (wie virtueller Trainingspartner) wurde verzichtet, der Edge Explore ist natürlich dennoch mit Herzfrequenz- und Trittfrequenz-Sensoren per ANT+ oder Bluetooth koppelbar. Garmin wirbt mit (teils durchaus sinnvollen) Online-Funktionen wie LiveTrack, Fahrer-zu-Fahrer-Nachrichten oder Unfall-Benachrichtigung, dies funktioniert selbstverständlich nur in Kombination mit einem gekoppelten Smartphone. Ganz nett, vor allem für Radler, die den Edge ohne PC oder Smartphone nutzen werden, ist das "RoundTrip Routing", d.h. der Edge berechnet eine Rundstrecke über eine bestimmte Distanz zurück zum Ausgangpunkt.

Eignung:
Wandern
Geocaching
Tourenrad
Mountainbike
Rennrad
Wie alle Edge-Fahrradcomputer berechnet der Explore aus einem Track eine Route, somit entstehen Abbiegehinweise/Routingpfeile, die man auf einem Outdoor-GPS-Allrounder (Oregon, GPSmap 64) vermisst. Zudem wird der eigentlich Track, also die genaue, von Straßen unabhängige Spur, unter der berechneten Strecke angezeigt. Das Routing ist natürlich nur so gut, wie die dazu verwendete digitale Karte, vor allem bei OSM gibt es hier große (auch regionale) Unterschiede. Insgesamt funktioniert das Routing auf einem Track gut, der Explore hat aber Probleme mit der Neuberechnung beim Verlassen des Tracks. Als Gelegenheitsradler solltest du dir überlegen, ob es unbedingt ein spezialisiertes Radnavi sein muss oder ob ein GPS-Allrounder (oder sogar ein Outdoor-Smartphone) nicht die sinnvollere Wahl darstellt.

Kartenmaterial

Vorinstallierte Detail-Karten [Cycling Map Europe (OSM)]
Satelliten-/Rasterkarten tauglich

Der Explore besitzt keinen MicroSD-Steckplatz. Neben der vorinstallierten Garmin Cycle Map Europa (hier sind sogar kostenfrei Updates möglich), verbleiben ca. 8 GB interner Speicher z.B. für weitere OpenStreetMaps oder auch Garmin Topo-Karten. Achtung: von einer vorhandenen Garmin-MicroSD ist keine Karten-Übertragung möglich!

Hinweis:
Alle Bewertungen sind das Resultat aus eigener Erfahrung sowie aus unseren GPS-Kursen. Die technischen Werte beziehen sich auf Angaben des Herstellers.
Fotos Garmin.de

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